Die Organisationslösung infra-struktur ist im Unternehmen durch ihre spezielle Stellung, besonders in heterogenen Umgebungen zu finden. Frei nach dem Motto: Wer arbeitet schon nur in einem Programm? In den Unternehmen gibt es die klassische Gliederung zwischen ERP, Warenwirtschaft, PPS, Buchhaltung, Personalwirtschaft und vielen anderen Säulen. infra-struktur soll im Laufe der Evolution immer mehr Unternehmensdaten integrieren. Die Schwierigkeit liegt natürlich in der Bereitstellung adäquater Schnittstellen zwischen genannten Säulen und infra-struktur. Es kann nicht der Königsweg sein, das externe Daten die infra-struktur Datenbank erreichen, indem die Daten in die SQL Struktur von infra-struktur gebracht werden.

Gerade ab dem Jahr 2008 heißt die Marschrichtung für Lösung dieses Problems SOA (Serviceorientierte Architektur). Durch die Aneinanderreihung von Dienstaufrufen, soll eine optimale Wiederverwendbarkeit erreicht werden. Ändern sich die Geschäftsprozesse, gerade in heterogenen Umgebungen, muss die Logik der Anwendung nicht immer wieder angepasst werden. Es werden Dienste (Services) bereitgestellt, an die die Anfragen gerichtet werden können und die dann Antworten zurückgeben. Die Dienste sind kleine gekapselte Einheiten, die so gut überschau bleiben.
Wichtigste Implementierung im SOA Umfeld sind für uns die Webservices. Diese Dienste arbeiten weltweit einfach über HTTP und transportieren die Daten oft in XML-Containern. Für uns spielt dabei das SOAP (Service Oriented Architecture Protocol) Protokoll eine wichtige Rolle. Es ist leicht verständlich und tauscht die Nachrichten über XML aus. Bekannt ist die Definition von Daten, Typen und Funktionen über die Metasprache WSDL (Web Services Description Language).

Heute bietet infra-struktur bereits eine Vielzahl von XML-RPC Schnittstellen, es werden beispielsweise Anrufe und Faxe nicht direkt in die Datenbank geschrieben, sondern die SQL-Struktur wird über diesen Remote Procedure Call abstrahiert. XML-RPC gilt heute als einfacher Vorläufer von SOAP, ist in verschiedensten Sprachen implementierbar. Es gibt eine Server-Komponente und eine Client-Komponente. Der XML-RPC-Client schickt die Daten zum Server auf Basis von XML und erst der XML-RPC Server speichert sie in der SQL-Struktur. Wenn also NETZkultur die infra-struktur Datenbankstruktur anpasst oder ändert, muss sich kein Schnittstellen-Entwickler Gedanken machen, wir passen unseren XML-RPC-Server an, der XML-RPC Client bleibt unverändert. Frei nach dem Motto: Abstrakte Adaption geht vor einem direkten Datenbankzugriff.