Monatliches Archiv für Januar, 2008

3000. infra-struktur Supportmeldung

Diese Woche war es soweit, wir haben die 3000. Supportmeldung zur betrieblichen Organisationslösung infra-struktur bearbeitet. Jede Meldung beinhaltet durchschnittlich 10 Dialoge. Durch das Supportmodul waren wir in der Lage, diese entsprechenden 30.000 Bearbeitungsschritte strukturiert zu verwerten. Support heißt Hilfe geben, aber auch eine Chance, sich selber bei der Wissensvermittlung zu verbessern, Schulungen zu optimieren, Benutzeroberflächen noch intuitiver zu gestalten. Support bedeutet aber auch, allen Partnern und damit auch allen Kunden, eine direkte Einflussmöglichkeit auf die Weiterentwicklung der Software zu geben. Es ist phantastisch, wenn sich die Nutzer nach einem Update selber wiedererkennen. Für diesen Einsatz, an alle Partner und auch an die Mannschaft von NETZkultur: Herzlichen Dank!

Support

Cluster erhält weitere Datenbank-Server

Um die Vorbereitungen auf den Umstieg zur Version 2.9.0 der infra-struktur weiter voranzutreiben, erhält der Cluster im Rechenzentrum weitere Datenbankserver. Es handelt sich dabei um folgende Maschinen:

  • 2x Dual Opteron 2,2GHz
  • 32GB RAM ECC
  • 3TB RAID10

Die Server sollen die nötige Performance liefern, schließlich ändert sich mit der 2.9.0 ein wichtiger Punkt: Nichts liegt mehr im Dateisystem der Webserver, sondern alles landet zentral in der Datenbank. Der Cluster läuft seit 10 Wochen erfolgreich, die neuen Datenbankserver werden im Laufe der nächsten Woche installiert und dann wenigstens 4 Wochen sämtlichen Tests unterzogen. Als Betriebssystem kommt wieder CentOS zum Einsatz.

cluster

Die nächste geplante Aufrüstung betrifft den Storage-Server. Dieser ist nicht nur für Haltung der Datensicherungen zuständig, sondern auf diesem Server laufen auch die Mailparser für hunderte von Mailpostfächern der infra-struktur Anwender. Die Parser werden jetzt ausgegliedert und auf einen eigenen Parserserver portiert, um einen ordnungsgemässen Betrieb auch in Zukunft sicherstellen zu können. Dieser Server erhält eine ähnliche Hardwareausstattung wie auch die Datenbankknoten, denn das parsen von Mails ist purer Rechenaufwand!

Clean-Desk-Policy

Mit der Mitarbeiterbesprechung vom Mittwoch 23.01.08, führt NETZkultur die Clean-Desk-Policy (CDP) ein. Es ist ein erster wichtiger Schritt zum Desk-Sharing. In der täglichen Arbeit fällt immer wieder auf, dass sich Papierstapel, Ware und sicherlich auch nichtsnutzige Gegenstände auf dem Arbeitsplatz finden. Um einen gewissen Ordnungssinn zu fördern, greift ab sofort die CDP. Jeder Mitarbeiter hat genau ein Ablagekörbchen für persönliche Sachen, welches nach Feierabend und während der Abwesenheit in der sogenannten Garage verweilt. Die Ablage kann morgens zu Arbeitsbeginn geholt werden und wird Abends wieder zurückgebracht. Auf den jeweiligen Arbeitsplätzen findet sich nach Feierabend nur noch ein Telefon, ein Bildschirm, Maus und Tastatur.

Clean Desk

Wir erwarten einen deutlichen Anstieg der Ordnung und Sauberkeit im Büro. Es wird mit dieser CDP allerdings ein tieferer Sinn verfolgt: Durch die Arbeit mit der betrieblichen Organisationslösung infra-struktur hält die Ordnung bereits Einzug in die Datenwelt. Warum soll sich dieser Ordnungsinn nicht auch in der physischen Arbeitsplatzumgebung wiederfinden?

Folgende Regeln wurden für die CDP vereinbart:

  1. Jeder Mitarbeiter bekommt ein persönliches Ablagekörbchen
  2. Alle beweglichen Gegenstände werden außerhalb der Arbeitszeiten nur in der persönlichen Ablage geparkt
  3. Als Garage für die Ablagen werden Flächen in Schränken reserviert
  4. Außerhalb der Arbeitszeiten dürfen nur Monitor, Tastatur, Maus und Telefon auf dem Arbeitsplatz verbleiben

Konsequenzen:

Eine Verletzung der Regeln führt zu “freiwilligem” Spätdienst von 17:00 Uhr bis 18:00 Uhr, um unsere Kunden und Partner auch in diesen Zeiten optimal betreuen zu können.

Strategiegespräch über LX-Office

Mit einem Besuch durch Ino Holling und Sven Mulholland in Braunschweig bei der Firma Linet Services, wollte sich NETZkultur einen Einblick in die Warenwirtschafts-Lösung LX-Office verschaffen. Der Geschäftsführer Herr Philip Reetz nahm sich die Zeit, technische Details und Hintergründe zu LX-Office zu erörtern. NETZkultur plant die Anbindung von LX-Office an die Organisationslösung infra-struktur, um Kundenanfragen in diesem Bereich besser bearbeiten zu können.

Logo

Die Anbindung von fremden ERP- und Warenwirschaftssystemen an die Organisationslösung infra-struktur, ist eine häufige Fragestellung. LX-Office als Opensource Warenwirtschaft, ist seit Jahren eine bekannte Lösung. Es ist für NETZkultur selbstverständlich, sich über andere Lösungen zu informieren und sich um deren Integration zu bemühen. Im ersten Gespräch mit Linet Services wurde vereinbart, eine Testumgebung zu schaffen und in einem weiteren Schritt ein Projekt in der Praxis durchzuführen. Eine denkbare Anbindung könnten Bewegungsdaten und Belege aus LX-Office als Aktivitäten in infra-struktur sein, ebenso wie die gemeinsame Nutzung von Stammdaten.

Moderenes Arbeitsplatzkonzept mit Desk-Sharing

Um die Arbeitsplatzorganisation und moderne Arbeitsplatzkonzepte ging es bei einem informellen Treffen zwischen dem Automobil Frontend-Spezilaisten HBPO und NETZkultur in Lippstadt.

HBPO hat in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Stuttgart ein innovatives Desk-Sharing-Konzept erarbeitet und in der Praxis umgesetzt. Hierbei gibt es keine festen Arbeitsplätze mehr – man organisiert sich jeden Tag räumlich neu – je nachdem in welchem Team und an welchem Thema man gerade arbeitet. Im Hinblick auf unsere eigene Organisation, aber ganz besonders natürlich auch im Hinblick auf die Umsetzung der infra-struktur in der Praxis, verbunden mit solch modernen Konzepten, war dieses Treffen hoch interessant. Der gewährte Einblick hat überzeugt: Ein papierarmes Büro mit flexibler Arbeitsplatzgestaltung funktioniert in der Praxis einwandfrei und führt zu neuen Synergieeffekten.
HBPO innen

HBPO aussen

NETZkultur ist Zwölf

Am Samstag den 19.01.08 war es mal wieder so weit. NETZkultur hat Geburtstag und wurde 12 Jahe alt. Viele Mitarbeiter von damals sind immer noch bei uns, das freut uns besonders und ist ein positives Zeichen. Diese Leute der ersten Stunde wissen, was wir alles erreicht haben. Die letzten Jahre sind besonders positiv verlaufen, sowohl der Bereich Systemhaus und gerade auch die Sparte Softwareentwicklung. An dieser Stelle einen besonderen Dank an alle Mitarbeiter, Partner, Kunden und Freunde von NETZkultur, sie alle haben zum Erfolg dieser Firma beigetragen.

SOA und Webservices

Die Organisationslösung infra-struktur ist im Unternehmen durch ihre spezielle Stellung, besonders in heterogenen Umgebungen zu finden. Frei nach dem Motto: Wer arbeitet schon nur in einem Programm? In den Unternehmen gibt es die klassische Gliederung zwischen ERP, Warenwirtschaft, PPS, Buchhaltung, Personalwirtschaft und vielen anderen Säulen. infra-struktur soll im Laufe der Evolution immer mehr Unternehmensdaten integrieren. Die Schwierigkeit liegt natürlich in der Bereitstellung adäquater Schnittstellen zwischen genannten Säulen und infra-struktur. Es kann nicht der Königsweg sein, das externe Daten die infra-struktur Datenbank erreichen, indem die Daten in die SQL Struktur von infra-struktur gebracht werden.

Tempel
Gerade ab dem Jahr 2008 heißt die Marschrichtung für Lösung dieses Problems SOA (Serviceorientierte Architektur). Durch die Aneinanderreihung von Dienstaufrufen, soll eine optimale Wiederverwendbarkeit erreicht werden. Ändern sich die Geschäftsprozesse, gerade in heterogenen Umgebungen, muss die Logik der Anwendung nicht immer wieder angepasst werden. Es werden Dienste (Services) bereitgestellt, an die die Anfragen gerichtet werden können und die dann Antworten zurückgeben. Die Dienste sind kleine gekapselte Einheiten, die so gut überschau bleiben.

Wichtigste Implementierung im SOA Umfeld sind für uns die Webservices. Diese Dienste arbeiten weltweit einfach über HTTP und transportieren die Daten oft in XML-Containern. Für uns spielt dabei das SOAP (Service Oriented Architecture Protocol) Protokoll eine wichtige Rolle. Es ist leicht verständlich und tauscht die Nachrichten über XML aus. Bekannt ist die Definition von Daten, Typen und Funktionen über die Metasprache WSDL (Web Services Description Language).

xmlrpc

Heute bietet infra-struktur bereits eine Vielzahl von XML-RPC Schnittstellen, es werden beispielsweise Anrufe und Faxe nicht direkt in die Datenbank geschrieben, sondern die SQL-Struktur wird über diesen Remote Procedure Call abstrahiert. XML-RPC gilt heute als einfacher Vorläufer von SOAP, ist in verschiedensten Sprachen implementierbar. Es gibt eine Server-Komponente und eine Client-Komponente. Der XML-RPC-Client schickt die Daten zum Server auf Basis von XML und erst der XML-RPC Server speichert sie in der SQL-Struktur. Wenn also NETZkultur die infra-struktur Datenbankstruktur anpasst oder ändert, muss sich kein Schnittstellen-Entwickler Gedanken machen, wir passen unseren XML-RPC-Server an, der XML-RPC Client bleibt unverändert. Frei nach dem Motto: Abstrakte Adaption geht vor einem direkten Datenbankzugriff.